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Boston Terrier Porträt 

Der Boston Terrier, in den Kindheitstagen der Rasse auch "American Bull Terrier" oder "Bullet Head" genannt, gehört zur FCI-Gruppe 9 der Gesellschafts- und Begleithunde.

Er zählt zu den wenigen Rassen, die ihren Ursprung in den USA haben. Er wurde ursprünglich für Hundekämpfe gezüchtet, die im 19. Jahrhundert in der Gegend um Boston als sogenannter "Sport" betrieben wurden und hat deher auch seinen heutigen Namen.

Die Rasse wird in drei verschiedene anerkannte Gewichtsklassen unterteilt:
das Leichtgewicht mit bis 6,8 kg, das Mittelgewicht ab 6,8 kg bis unter 9 kg und das Schwergewicht ab 9 bis 11,3 kg, mehr als 11,3 kg sollte das Gewicht allerdings nicht überschreiten.

Der Boston Terrier hat ein weiches und glänzendes Fell mit dünnen und kurzen Haaren. Bei der Farbe des Fells wird gestromt mit weißen Abzeichen bevorzugt, es ist aber auch schwarz mit weißen Abzeichen erlaubt.

In der Farbmarkierung ist das irische Muster fest verankert, d.h. der Fang, die Stirnblesse, der Halskragen, die Vorbrust, die Pfoten und, falls vorhanden, die Rutenspitze sind weiß. Diese Abzeichen sind für Ausstellungen sehr wichtig, es wird eine möglichst genaue Symmetrie angestrebt.

Das feine Fell des Boston Terriers ist äußerst pflegeleicht. Der kurze Fang und die Korkenzieherrute sind das Erbe seiner Bulldog-Vorfahren.

Der Boston Terrier entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus einer Kreuzung einer englischen Bulldogge mit dem mittlerweile ausgestorbenen weißen englischen Terrier und war eigentlich als Kampfhund gedacht. Durch selektive Inzucht und Kreuzung mit der französischen Bulldogge wurde die Rasse später jedoch wesentlich abgeändert.

Der Grundstock zur Zucht des Boston Terriers war das Zuchtpaar "Hooper´s Judge" und "Burnett´s Gyp", die wiederum aus Mischungen von Pitbull, Boxer, Bull Terrier, französischer Bulldogge und der kleinen englischen Bulldogge entstanden sind.

Im Jahr 1891 beantragte der American Bull Terrier Club of Boston die Anerkennung der Rasse, der Antrag wurde jedoch abgelehnt. Erst als das angeblich beleidigende "Bull" aus dem Namen gestrichen wurde , erkannte man 1893 schließlich den Boston Terrier Club of America an. In den ersten Jahren wurde die Rasse noch unter der Kategorie "rundköpfige Bull und Terrier von jeder Farbe" ausgestellt.

Allerdings dauerte es nach der Anerkennung nicht sehr lange, bis sich die "neue" Rasse einen Platz unter den beliebtesten Hunden sowohl als Ausstellungs- als auch als Begleithund erobert hatte. Bereits in der Mitte des 20. Jahrhunderts regierte der Boston Terrier unter den amerikanischen Rassehunden als "American King" und behielt seinen Platz als Nummer Eins der Bestenliste über viele Jahre.

Durch die zunehmenden Probleme bei der Geburt der Welpen verlor er jedoch mittlerweile diesen Spitzenplatz, behielt aber seine Popularität als äusserst angenehmer Haushund bei vielen begeisterten Anhängern der Rasse. Auch in Großbritannien, Australien und Kanada ist der Boston Terrier weiterhin sehr beliebt, jedoch nicht in so großem Maße wie in den Vereinigten Staaten.

Der Boston Terrier hat nichts mehr von der Aggressivität seiner Vorfahren. Trotzdem hat er ein bemerkenswertes Selbstbewusstsein und ist auch heute noch rauflustig genug, um sich gegen Hunde mit dem Vielfachen seiner Größe zu verteidigen. Er ist intelligent, lebhaft und sehr treu.

Sein anpassungsfähiges Wesen macht ihn zu einem guten Freund, der auch für Unterordnungswettbewerbe hervorragend geeignet ist. Besonders für ältere Menschen ist er eine sehr gute Wahl. Dieser leicht zu erziehende Hund ist immer gut gelaunt und für jeden Spaß zu haben.

Er ist sehr feinfühlig und reagiert auf die Stimmlage. Obwohl sehr wachsam, ist er keinesfalls ein sogenannter Kläffer. Allerdings verteidigt er im Notfall sein Revier wütend gegen Fremde. Boston Terrier, die mehr auf die Bulldogge zurückschlagen, sind etwas gesetzter, die mehr vom Terriertyp herkommenden dagegen sind aufmerksamer und immer bereit zum Spielen.

Da er das Bedürfnis hat, ständig seinem Besitzer nahe zu sein, empfiehlt er sich besonders als Familienhund. Der Boston Terrier ist äußerst pflegeleicht und benötigt nur wenig Erziehung. Er ist ein kleines Kraftpaket, dass vor Selbstbewusstsein strotzt und ein ausdauernder Läufer ist.

Dieser lebhafte kleine Hund ist sehr mutig und stellt keine besonderen Ansprüche, was ihn zu einem ausgezeichneten Haushund macht, der zudem sehr anhänglich ist. Es fällt einem nicht leicht zu glauben, dass diese temperamentvollen kleinen Hunde früher einmal zähe Kämpfer im Kampfring waren. Ihre Züchter bezeichnen den Boston Terrier als sehr angenehm und immer fröhlich.

 

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